ABB ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierung und Automatisierung und in mehr als 100 Ländern tätig. Im Rahmen der übergeordneten Next-Level-Strategie wollte ABB schneller, effizienter und digitaler agieren.
Dazu gehörte eine grundlegende Entscheidung: mehr als zwanzig Legacy-Marken unter einem konsistenten Masterbrand zusammenzuführen. Starke Namen wie Thomas & Betts und GE Industrial Solutions mussten sorgfältig zu ABB migriert werden – nicht nur visuell, sondern strategisch, operativ und finanziell fundiert.
Das Ziel war klar: eine starke, wiedererkennbare Marke, die weltweit konsistent angewendet wird und zugleich bestehende Marktpositionen schützt.
Herausforderung
Diese Markentransformation ging weit über eine neue visuelle Identität hinaus. ABB stand vor einer komplexen Portfolioharmonisierung – parallel zu internen Restrukturierungen und globalen Optimierungen.
Die Kernfrage lautete: Wie lässt sich eine ambitionierte globale Migration umsetzen, ohne die Kontrolle über Kontinuität, Budget und Markenwert zu verlieren?
Mehr als zwanzig Marken, Dutzende Länder und sehr unterschiedliche Markenkulturen erforderten eine zentrale Steuerung, klare Governance und eine realistische Roadmap. Gleichzeitig musste Raum für lokale Dynamik und kommerzielle Sensibilitäten in den Kernmärkten bleiben.
Die Balance zwischen Ambition und Pragmatismus war entscheidend. Eine zu schnelle Migration barg Risiken. Ein zu vorsichtiges Vorgehen hätte die strategische Beschleunigung ausgebremst.

Lösung
Strategische Migrationsplanung
VIM Group startete mit einer tiefgehenden Impact Analyse, in der wir mehrere Migrationsszenarien ausgearbeitet haben. Wir erfassten Risiken, Kosten, Abhängigkeiten und kommerzielle Auswirkungen über alle relevanten Bereiche hinweg.
In Workshops mit den Teams der Legacy-Marken untersuchten wir die Effekte auf Umsatz, Kundenloyalität, Marktposition und regionale Sensibilitäten. Das gab dem Senior Leadership eine klare, datengestützte Grundlage, um einen globalen Rollout innerhalb von ein bis zwei Jahren freizugeben.
Brand-Migration-Blueprint und Governance
Wir entwickelten einen skalierbaren Migration-Blueprint mit klaren Rahmenwerken, Toolkits und Governance-Prozessen.
Lokale Märkte konnten eigenständig agieren – innerhalb festgelegter globaler Richtlinien. So ließ sich Geschwindigkeit mit Kontrolle verbinden. Das minimierte Störungen im Betrieb und sicherte eine konsistente Markenanwendung über alle Brand Touchpoints hinweg.
Global PMO und zentrale Steuerung
Vom Hauptsitz in Zürich aus leitete VIM Group das Global PMO mit – in vollständiger Vertraulichkeit und in enger Zusammenarbeit mit einem ausgewählten Kreis von Partnern.
Wir überwachten Planung, Design-Implementierung, Milestone-Tracking und Budgetkontrolle über physische wie digitale Workstreams hinweg. Zentrale Dashboards und ein straffes Fortschrittsmonitoring hielten die Führungsebene durchgehend handlungsfähig.
Frühere Pilotprojekte, unter anderem in Deutschland, dienten dazu, den Ansatz zu schärfen. Die Governance wurde nachgeschärft, Best Practices wurden dokumentiert und praxisnahe Toolkits für die breitere internationale Anwendung entwickelt. So ließen sich Risiken vorab mindern und die Adoption beschleunigen.
Implementierung und technische Unterstützung
Neben der strategischen Steuerung unterstützte VIM Group bei der Umsetzung entscheidender Workstreams.
Zu den wichtigsten Bereichen gehörten:
Beschilderung und Immobilien: Rebranding von mehr als 900 Standorten weltweit
Arbeitskleidung, Fuhrpark und Verpackungen: Rollout abgestimmt auf Produktions- und Austauschzyklen, um unnötige Kosten zu vermeiden
Die spezialisierte Unterstützung umfasste:
Lieferantenmanagement und Value Engineering zur Sicherung von Qualität und Kosteneffizienz
Technische Übersetzung der Markenprinzipien in detaillierte, produktionsreife Spezifikationen für eine konsistente und skalierbare Anwendung
Maßgeschneiderte Strategien für Legacy-Marken
Wo Markenwert und Kundenloyalität besonders stark ausgeprägt waren, entwickelten wir gestufte Endorsement-Strategien.
Für Thomas & Betts bedeutete das einen kontrollierten Übergang in den ABB Masterbrand – unter Wahrung des Vertrauens im Markt.
Bei GE Industrial Solutions wurde der bestehende Markenwert in den ersten Phasen bewusst genutzt, gefolgt von einer vollständigen Migration zu ABB.
Abstimmung des Produktportfolios
Parallel unterstützte VIM Group bei der Straffung des umfangreichen Produktportfolios. Wir kombinierten direkte und gestufte Migrationsstrategien, um das Produktbranding zu vereinfachen, ohne das Kundenvertrauen zu untergraben.
So wurde die Konsistenz des Masterbrands gestärkt, während bestehende Marktpositionen sorgfältig geschützt blieben.

Ergebnisse
Mit strategischem Weitblick, robuster Governance und disziplinierter Umsetzung unterstützte VIM Group ABB bei der Realisierung einer der größten globalen Masterbrand-Migrationen der Branche.
20+ Legacy-Marken migriert in den ABB Masterbrand, innerhalb des geplanten Zeitraums von ein bis zwei Jahren – mit einigen strategischen Ausnahmen
Rebranding von 900+ Standorten weltweit, bei minimaler operativer Beeinträchtigung
25.000 Mitarbeitende unterstützt mit klaren Frameworks, Toolkits und lokalen PMO-Strukturen
Budgeteffizienz realisiert durch lifecycle-gesteuerten Rollout, Lieferantenoptimierung und transparente Finanz-Governance
Nachhaltige Governance-Strukturen und Playbooks entwickelt für künftige Akquisitionen und Markenübergänge
Durch die Kombination aus technischer Expertise, starker Brand Governance und praxisnaher Unterstützung versetzte VIM Group ABB in die Lage, die Transition kontrolliert, skalierbar und zukunftssicher umzusetzen.
20+
Marken vereinheitlicht
900+
Standort-Rebrandings
25.000+
Mitarbeitende unterstützt


