2026: Das Jahr, in dem Brand Management zum digitalen Treiber wird
Was wir 2026 sehen werden: 3 Ausblicke

Pieter Bosschaart
Client Partner Digital
2025 war das Jahr, in dem sich KI im Bereich der Brand-Management-Systeme weiterentwickelt und nachhaltig etabliert hat. Technologien rund um Digital Asset Management (DAM), Dokumentenautomatisierung, Publishing und Brand Compliance haben ihre experimentelle Phase hinter sich gelassen. Innovationen kamen dabei längst nicht mehr nur von den bekannten Marktteilnehmern, sondern waren über die gesamte Branche hinweg sichtbar.
Was diese Entwicklungen verbindet: Sie ermöglichen es Unternehmen, schneller, konsistenter und mit deutlich mehr Kontrolle zu arbeiten. Vor allem aber bereiten sie Brand-Management-Teams auf eine neue Rolle vor. Weg von der Rolle der „Markenpolizei“, hin zu einem strategischen Beschleuniger für Bereiche wie Legal, HR, Sales, Procurement, Marketing und Kommunikation.
Von KI-Feature zur grundlegenden Arbeitsweise
KI in der Technologie für Markenführung ist längst kein Gimmick mehr. Funktionen wie automatische Metadaten-Tagging, visuelles Fingerprinting (die Nachverfolgbarkeit von Content), generative Texterstellung, Echtzeit-Übersetzungen und templatebasierte Dokumentenerstellung sind heute fester Bestandteil zentraler Content- und Dokumentenprozesse. Doch die Entwicklung geht weiter: KI wird zunehmend eingesetzt, um datenbasierte Erkenntnisse für die Brand Governance zu gewinnen: etwa zur Identifikation von Abweichungen von Brand Assets in Kampagnen oder zur Analyse von Markttrends und Produktpositionierungen.
Diese Entwicklung verändert das Spielfeld grundlegend. Wo Brand Manager früher stark auf Erfahrung und subjektive Einschätzungen angewiesen waren, stehen heute Tools zur Verfügung, die Entscheidungen mit präzisen Echtzeit-Analysen, Prognosen und konkreten Handlungsempfehlungen unterstützen. Das schafft Vertrauen auf Vorstandsebene, erhöht die Umsetzungsgeschwindigkeit und liefert klare Ansatzpunkte, um rechtzeitig nachzusteuern.
„Brand Management verschiebt sich vom Korrigieren zum Navigieren. KI-gestützte Erkenntnisse schaffen die Grundlage für proaktive Markensteuerung und operative Effizienz über alle Bereiche hinweg.“ — Pieter Bosschaart, VIM Group
2026: Das Jahr der Umsetzung und Aktivierung
Die meisten Unternehmen verfügen inzwischen über Brand-Management-Tools mit KI-Funktionalitäten. In der Praxis bleibt die Nutzung jedoch häufig hinter den Möglichkeiten zurück: Features werden nicht ausgeschöpft, Integrationen fehlen und Anwendern mangelt es an Schulung oder klarer Verantwortung. 2026 bietet eine besondere Chance. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, bestehende Tools wirklich zu aktivieren und unternehmensweit einzusetzen.
Brand-Management-Teams übernehmen dabei eine zentrale Rolle. Durch die intelligente Integration dieser Technologien in die Workflows anderer Abteilungen entwickelt sich das Markenteam vom Gatekeeper zum Wachstumstreiber. HR-Abteilungen können beispielsweise schneller markenkonforme Stellenanzeigen und Onboarding-Materialien veröffentlichen, während Legal-Teams automatisch rechtssichere Vertragstemplates generieren. Auch im Bereich Bildrechte entsteht ein neuer Standard: Mit einem intelligenten Consent-Manager werden die Erfassung, der Widerruf und die Verwaltung von Nutzungsrechten für Bildmaterial vollständig automatisiert und zentral überwacht. Compliance wird so nicht zur Hürde, sondern zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Workflows.
Gleichzeitig beschleunigen sich Sales-Prozesse. KI-Agenten generieren auf Basis früherer, nachweislich erfolgreicher Angebote automatisch neue Proposals, die sowohl inhaltlich als auch visuell der Markenidentität entsprechen. Kurz gesagt: Die Technologie ist vorhanden. Jetzt braucht es die passende Haltung und Struktur.
„Die Technologie ist da. Jetzt kommt es auf die richtige Einstellung und die daraus resultierende Umsetzung an.“ — Pieter Bosschaart, VIM Group
Was wir 2026 sehen werden: 3 Ausblicke
1. Brand Compliance wird automatisiert und skalierbar
2026 werden immer mehr Unternehmen nicht nur Marketing-Content, sondern auch Dokumente aus Legal, HR und Procurement vollständig automatisiert erstellen und anhand integrierter Marken- und Rechtsrichtlinien validieren. So entsteht ein neues Niveau an Markenintegrität – ohne zusätzliche Belastung für die Teams.
2. KI als strategischer Sparringspartner
KI-Tools werden 2026 zunehmend eine strategische Rolle einnehmen. Denkbar sind Modelle, die in Echtzeit Einblicke in die Performance von Kampagnen im Verhältnis zu Markenwerten liefern oder frühzeitig Spannungen zwischen Markenwahrnehmung und Marktbedürfnissen erkennen. Subjektive Entscheidungen werden messbar – und Brand Management entwickelt sich zu einer Funktion mit direktem Einfluss auf Umsatz, Reputation und Marktchancen.
3. Document Generation als Katalysator für Markenkonsistenz
Template-Lösungen werden noch tiefer in die täglichen Arbeitsprozesse von Mitarbeitern außerhalb des Marketings integriert. Sales-Präsentationen, Angebote, Richtliniendokumente und interne Kommunikation entstehen automatisch „on brand“. Das steigert die Produktivität, beschleunigt Prozesse und verhindert inkonsistente Markenkommunikation.
Wo anfangen?
Transformation beginnt mit Transparenz. Was kann Ihre bestehende Tool-Landschaft bereits leisten? Wo liegen ungenutzte Potenziale? Welche internen Prozesse sollten priorisiert werden? VIM Group unterstützt Unternehmen mit einem pragmatischen, herstellerunabhängigen Brand Tech Health Check: einer Analyse der bestehenden Brand-Tools, ihres Nutzungsgrads und ihres ungenutzten Potenzials. Daraus entsteht ein fokussierter Fahrplan, der die Organisation Ihrer Marke zukunftssicher macht und gleichzeitig messbaren Mehrwert für andere Abteilungen schafft.
2026 wird das Jahr, in dem Brand Management neu definiert wird. Nicht als Bremse, sondern als Beschleuniger. Die Technologie ist bereit, jetzt geht es um die Aktivierung. Möchten Sie wissen, wie das in Ihrem Unternehmen aussehen kann? Schreiben Sie mir gerne: pieter.bosschaart@vim-group.com.

