Kosten sparen und Markenmanagement optimieren mit Markentechnologie
Die Inflation bedroht die wirtschaftliche Stabilität weiterhin erheblich, sodass finanzielle Entscheider Ausgaben kürzen müssen

Jos Diender
Consultant Digital
Das Thema Inflation stellt weiterhin eine erhebliche Bedrohung für die wirtschaftliche Stabilität dar, wodurch viele finanzielle Entscheider vor der schwierigen Aufgabe stehen, Ausgaben zu kürzen. Dadurch sind viele Markenbudgets angreifbar geworden, und Markenverantwortliche geraten zusätzlich unter Druck, drastische Maßnahmen zu ergreifen – etwa große Projekte zu pausieren oder ganz zu streichen.
Vorschnelle Reaktionen sind jedoch nicht die Lösung. Markenteams sollten stattdessen genauer hinsehen, wo Ineffizienzen und unnötige Kosten entstehen, und langfristige Lösungen finden, die Kosten senken und Wert schaffen – zum Beispiel Investitionen in Markentechnologie. Manche wird es überraschen: Die größten Verursacher von Ineffizienz im Markenmanagement sind oft die scheinbar harmlosen täglichen markenbezogenen Aufgaben und nicht die großen Kampagnen, die üblicherweise den Löwenanteil der Markenbudgets verbrauchen.

Mühsame Content-Erstellung
Marketingmaterialien zu erstellen ist größtenteils eine kreative Übung. Ein großer Teil des Prozesses ist aber auch repetitiv: dieselben visuellen Elemente für verschiedene Touchpoints und Zwecke neu aufbereiten. Trotzdem erstellen viele Teams jedes Material noch von Grund auf neu, was oft zu Off-Brand-Ergebnissen und verlorener Zeit führt. Besonders ausgeprägt ist das bei lokalisierten Marketinginhalten.
Zudem reicht das Problem über Marketingmaterialien hinaus: PowerPoint-Folien zum Beispiel kosten noch mehr Zeit. Eine Untersuchung zeigte, dass fast 70 % der Mitarbeitenden im Durchschnitt eine Stunde pro Tag mit dem Erstellen von PowerPoint-Präsentationen verbringen. Alarmierend: Laut den Befragten gehen 40 % dieser Zeit allein für die Formatierung drauf. Für ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitenden bedeutet das erstaunliche 5.600 Stunden pro Monat für das Anpassen von Formaten, Farben und Markenelementen.
Markenpolizei funktioniert so gut wie nie
Ineffizienz in den Markenoperationen geht über den Content-Produktionsprozess hinaus. Sie betrifft auch den Freigabeprozess für Inhalte. Wenig überraschend ist das eine der größten Ursachen für Verzögerungen, bis Inhalte den Markt erreichen.
In den meisten Organisationen liegt das an Unklarheiten in den Regeln zur Content-Freigabe. Konkret: Wer gibt welche Materialien endgültig frei?
Konsistenz und Qualität sicherzustellen ist für das Markenmanagement entscheidend, doch es gibt nachhaltigere Lösungen als strenge Markenpolizei. Ohne flexible Richtlinien und klare Standards für Brand Governance bleibt der Freigabeprozess willkürlich, redundant, ineffizient und – ja – teuer.
„Es gibt nachhaltigere Lösungen als strenge Markenpolizei.“
Schlechtes Management von Assets kommt häufiger vor, als Sie denken
Auch der fehlende Zugang zu den richtigen Dateien und Markenmaterialien ist eine enorme Quelle von Ineffizienz in den Markenoperationen. Eine Befragung von 500 Marketingfachleuten durch Civey ergab, dass 33,3 % jährlich Arbeitszeit im Umfang von drei Wochen mit der Suche nach Assets verschwenden. Und das ist nicht das Schlimmste. Die meisten Mitarbeitenden erstellen die Dateien, die sie nicht finden, einfach neu – und nehmen damit noch mehr wertvolle Zeit von wichtigen Aufgaben weg.
Fehlende Governance rund um digitale Markenlösungen kann dem Markenmanagement schaden
Häufig entsteht Ineffizienz im Markenmanagement und in den Markenoperationen durch das Fehlen von Markentechnologie. In manchen Fällen ist es jedoch das völlige Missmanagement bestehender Lösungen. Ein gutes Beispiel ist die Unklarheit darüber, wer Verantwortung und Kontrolle über die vorhandenen Tools hat. Dadurch kommen Markenteams nicht dazu, die Markensoftware regelmäßig zu pflegen und weiterzuentwickeln und den Nutzern täglich Service zu bieten.
„In manchen Fällen entsteht Ineffizienz im Markenmanagement und in den Markenoperationen durch das Missmanagement bestehender Lösungen.“

Markenoperationen optimieren und Kosten sparen mit der richtigen Markentechnologie
In große Markentechnologie-Anwendungen zu investieren klingt widersprüchlich, wenn Sie eigentlich sparen wollen. Wenn Sie aber eine langfristige Lösung suchen, die Abläufe optimiert und dafür sorgt, dass Sie Ihre Ziele erreichen, ist es vielleicht genau das, was Ihre Markenorganisation braucht.
Hier einige der besten Tools, die Sie in Betracht ziehen sollten:
Digital Asset Management
Ein zentraler Ort für Assets, wie im Fall eines Digital-Asset-Management-Systems (DAM), bietet nicht nur einfachen Zugang zu allen relevanten Dateien (Fotos, Logos, Videos usw.), sondern auch die Möglichkeit, komplexe visuelle Strukturen aufzubauen. Das hat zwei wesentliche Vorteile:
Erstens können Markenteams festlegen, wer bestimmte Dateien ansehen und herunterladen darf. Das erleichtert die Zusammenarbeit zwischen internen Markennutzern und externen Partnern (etwa Kreativagenturen).
Zweitens vereinfacht es das Digital Rights Management, einschließlich Consent Management, Urheberrecht und automatischer Archivierung. Ein DAM-System hilft außerdem, den Prozess der Content-Erstellung zu optimieren. DAM-Systeme machen es leichter, die richtige Dateiendung oder das richtige Ausgabeformat herunterzuladen. So können Mitarbeitende das passende Asset problemlos auf die benötigten Maße skalieren, ohne zusätzlich zu formatieren. Und durch die Integration mit einem CMS (Content-Management-System) lösen DAM-Lösungen typische Probleme beim Erstellen von Materialien und Inhalten für verschiedene Touchpoints, ohne übermäßige Markenpolizei.
Template-Management
Mit hochwertigen, bearbeitbaren Templates erstellen Mitarbeitende mühelos markenkonforme Präsentationen. Noch wichtiger: Lösungen für Template-Management bieten eine benutzerfreundliche und effiziente Möglichkeit, Templates zu organisieren und zu aktualisieren. Wir haben aus erster Hand gesehen, dass nicht fehlende Templates das Problem sind, sondern deren Verwaltung. Mitarbeitende verwenden Folien aus unterschiedlichen Master-Templates wieder und mischen sie, wodurch ein Durcheinander aus veralteten und neuen Versionen entsteht, in dem sich niemand mehr zurechtfindet. Mit Lösungen für Template-Management erhalten Mitarbeitende einfacher Zugang zu den richtigen Templates, was die Erstellungszeit um bis zu 30 % reduziert.
Markenrichtlinien
Wichtig zu wissen: Fehlende Markenrichtlinien sind in den meisten Organisationen selten das Problem. Oft liegt es an der Zugänglichkeit dieser Richtlinien für die Markennutzer. Markenbücher werden leider meist als umfangreiche PDFs bereitgestellt, die weder benutzerfreundlich noch dynamisch sind. Ein Tool für Markenrichtlinien ist dann eine praktische Lösung: Es hält die Markenregeln einfach aktuell, bietet eine bessere UX, die zur wiederholten Nutzung anregt, und hilft so, Fehler in den Ergebnissen zu reduzieren und Markenpolizei überflüssig zu machen.
Sich mühelos in der Markentechnologie-Landschaft orientieren
Natürlich ist das Wissen darüber, welche Tools verfügbar sind, nur ein kleiner, wenn auch wichtiger Teil des Prozesses. Die beste Lösung zu finden erfordert die Zusammenarbeit zwischen Markenverantwortlichen und anderen Abteilungen. Um Einsparungen und Effizienzgewinne zu maximieren, müssen Sie zudem bestehende Tools prüfen und Technologiesilos auflösen.
Dennoch ist ein Überblick über die häufigen Quellen von Ineffizienz – und über die Lösungen, die dafür entwickelt wurden – ein entscheidender erster Schritt, um Ihre Markenoperationen zu optimieren und Kosten zu senken.
Wenn Sie Fragen zu Markentechnologie oder zu Tools für das Markenmanagement haben, melden Sie sich gerne! Ich helfe Ihnen gerne weiter und freue mich auf ein Gespräch. Sie erreichen mich unter +31 6 21 24 67 57 oder unter jos.diender@vim-group.com




